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12.10.2016, 14:10 Uhr

Intensive Beratungen in der 9. Sitzung der Deutsch-Usbekischen Regierungskommission

Am 10. Oktober fand in Taschkent die nunmehr bereits 9. Sitzung der Deutsch-Usbekischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Bürger der Republik Usbekistan deutscher Volkszugehörigkeit statt. Sie wurde vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk, MdB, und dem Stellvertretenden Innenminister der Republik Usbekistan, Saidkarim Nishanbaev, geleitet. Der deutschen Delegation gehörte auch der aus Kasachstan stammende Bundestagsabgeordnete Heinrich Zertik an. Während des gesamten Besuchs wurde die Delegation von dem deutschen Botschafter, Herrn Neithart Höfer-Wissing, begleitet.

Beide Länder betonten ihr Interesse, den noch rund 8.000 deutschstämmigen Bürgern Usbekistans eine dauerhafte Lebensperspektive in Usbekistan zu bieten. Gegenstand der gemeinsamen Erörterungen waren insbesondere Fragen der Kultur-, Bildungs- und Jugendpolitik sowie die Fortsetzung der sozialen Programme für die deutsche Minderheit in Usbekistan. Beide Seiten begrüßten ausdrücklich, dass viele deutschstämmige Bürgerinnen und Bürger der Republik Usbekistans den Wunsch haben, auch in Zukunft in Usbekistan leben zu wollen.

Die Selbstorganisation der Deutschen in Usbekistan soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden. Perspektivisch soll die Selbstorganisation ein Deutsches Kulturzentrum als Dachorganisation entwickeln, das als Ansprechpartner für die deutsche und usbekische Seite fungieren und die derzeitige Struktur von vier gleichberechtigten Kulturzentren ablösen soll. Beide Seiten erklärten, dies zu unterstützen.
Der usbekische Co-Vorsitzende Saidkarim Nishanbaev dankte der deutschen Seite für die in der Vergangenheit gewährten Hilfen und betonte die Bereitschaft der usbekischen Regierung, auch in Zukunft ihren eigenen Beitrag zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Usbekistan zu leisten.

 

Beauftragter Hartmut Koschyk erklärte:

„Mich beeindruckt sehr, wie die deutsche Minderheit in Usbekistan ihre kulturelle Identität bewahrt und gleichzeitig engen Kontakt zu anderen Nationalitäten in Usbekistan pflegt. Insbesondere die Jugendarbeit in den Deutschen Kulturzentren hat in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung genommen. Das soziale Engagement der Deutschen Kulturzentren, z.B. beim Häuslichen Pflegedienst oder der ehrenamtlichen Verteilung von Lebensmittelpaketen, nötigt mir hohen Respekt ab. Ich bin überzeugt, dass die finanziellen Mittel, die wir zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Usbekistan aufwenden, hervorragend investiert sind.“

 Im Rahmen des Besuchs in Usbekistan besuchte der Bundesbeauftragte Koschyk mit der deutschen Delegation auch die deutschen Kulturzentren in Samarkand und Buchara,  führte Gespräche mit den dortigen Bürgermeistern  und Vertretern von Bildung und Wissenschaften und nahm in Samarkand  am alljährlichen Tanz-Festival der Jugendgruppen der vier deutschen Kulturzentren in Usbekistan teil.  Des weiteren wurde der deutsche Soldatenzentren in Kagan, die katholische Gemeinde in Buchara sowie das Werk des deutschen Unternehmens Knauf in Kagan besucht. Die Firma Knauf engagiert sich sehr für die berufliche Bildung in Usbekistan und hat auch die Sanierung des deutschen Kulturzentrums in Buchara maßgeblich unterstützt.

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