Neuigkeiten

01.02.2017, 16:05 Uhr

Die Verwurzlung der Aussiedler im christlichen Glauben ist für das Gelingen der Beheimatung entscheidend

Heinrich Zertik MdB und Beauftragter für Aussiedlerfragen Hartmut Koschyk besuchen das Bibelseminar in Bonn

Der lippische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Netzwerks Aussiedler der CDU Deutschlands, Heinrich Zertik, besuchte zusammen mit seinem Kollegen,  dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Hartmut Koschyk MdB, das Bibelseminar in Bonn. Dabei hob Zertik die Bedeutung des christlichen Glaubens für die Aussiedler hervor: "Die Verwurzlung der Aussiedler im christlichen Glauben ist für das Gelingen der Beheimatung entscheidend. Das wird hier vor Ort den jungen Studenten für ihren weiteren Lebensweg mitgegeben. Dafür gilt dieser tollen Einrichtung in Bonn unser großer Dank, denn damit trägt sie zur sozialpolitischen Stabilität unseres Landes bei."

Das Bibelseminar Bonn wurde im Herbst 1993 vom Bund Taufgesinnter Gemeinden ins Leben gerufen. Das Bibelseminar Bonn hat sich zum Ziel gesetzt, eine Ausbildungsstätte sowohl für ehrenamtliche als auch vollzeitliche Mitarbeiter in Gemeinden und Missionen zu sein. Das Bibelseminar Bonn sieht seine Aufgaben darin, Theologie, Gemeinde und Mission besonders eng zu verknüpfen – in der Lehre wie in der Praxis. Es arbeitet stark gemeindebezogen. Verbindliche Mitarbeit in der Gemeinde wird am Bibelseminar Bonn nicht nur gelehrt, sondern auch gefördert. Das Bibelseminar Bonn vertritt ein evangelikal-freikirchliches Gemeindeverständnis und steht in baptistisch-mennonitischer Glaubenstradition.

In den rund 700 russlanddeutschen Gemeinden in Deutschland gibt es über 300.000 Mitglieder und Angehörige, die den evangelischen Freikirchen angehören. Da sie in zahlreiche Richtungen zersplittert sind, gibt es seit einigen Jahren das große Bemühen, ein engeres Netzwerk zu bilden, das möglichst viele Gemeinden umfasst. Dazu ist 2011 das „Forum evangelischer Freikirchen“ gegründet worden, zu dem mittlerweile 100 Gemeinden gehören.

Bei der Diskussion mit den Lehrenden und Studierenden des Bibelseminars Bonn verwies Bundesbeauftragter Koschyk auf die gelungene Eingliederung der rund 2,5 Millionen Aussiedler, die ab Anfang der 90er Jahre aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nach Deutschland kamen. Koschyk erklärte in diesem Zusammenhang, dass ein harmonischer Dreiklang „Heimat – Identität – Glaube“ besteht, was auch auf die in die Bundesrepublik Deutschland ausgereisten Aussiedler zutrifft. Ein in sich ruhendes Heimatbewusstsein, verbunden mit gesicherter Identität und lebendigen Glaubensüberzeugungen war und ist auch für die Aussiedler in Deutschland die Voraussetzung für ein Gelingen derer Integration. Heimat, Identität und Glaube helfen auch den Aussiedlern in unserem Land, die Herausforderungen in Deutschland zu meistern und ihnen weltoffen zu begegnen ohne entwurzelt zu werden, so Bundesbeauftragter Koschyk.

Koschyk erklärte, dass die außerordentlich starke christliche Bindung unter den Aussiedlern zweifellos der Schlüssel für deren gelungene Integration gewesen sei. „Die Russlanddeutschen haben bewiesen, dass Integration gelingen kann“, so Bundesbeauftragter Koschyk. Dabei sei für die Russlanddeutschen vor allem ihre Verwurzlung im christlichen Glauben von zentraler Bedeutung. Seelsorge und eine religiöse Beheimatung seien unverzichtbar für die Integration der Aussiedler. Koschyk dankte in diesem Zusammenhang den christlichen Kirchen in Deutschland für deren Engagement bei der Seelsorge für die Russlanddeutschen und dem Bibelseminar Bonn, das als theologische Ausbildungsstätte gerade auch für Aussiedler von größter Bedeutung sei.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon