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10.11.2016

Lipper zu Besuch in Berlin bei Heinrich Zertik

Kreis Lippe/Berlin. Eine Delegation von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Lippe war vergangene Woche auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Heinrich Zertik zu Besuch im politischen Berlin.

Nach einer Stärkung im traditionsreichen Restaurant „Ständige Vertretung“ an der Spree besuchten die Teilnehmer anschließend den Deutschen Bundestag und erfuhren viele interessante Details über die parlamentarische Arbeit. Ein Highlight war, wie bei jedem Berlin-Besuch, der Rundgang auf die Kuppel des Reichstagsgebäudes, der einen grandiosen Blick über den Tiergarten, die Siegessäule bis hin zum Kurfürstendamm in Richtung Westen und den Boulevard Unter den Linden, das Brandenburger Tor, den Berliner Dom bis hin zum Alexanderplatz in Richtung Osten bietet.

Am nächsten Tag stand der Besuch der jüdischen Synagoge an. Hier erhielten die Lipper viele Informationen über die jüdische Vergangenheit und das jüdische Leben in Berlin. Anschließend folgte eine Stadtrundfahrt unter politischen Gesichtspunkten mit dem Bus durch Berlin. Es standen unter anderem eine Besichtigung des sowjetischen Ehrenfriedhofes in Treptow sowie auch der Berliner Mauer an der East Side Galerie auf dem Plan. Natürlich durfte auch eine Fahrt durch das Diplomatenviertel nicht fehlen. Als letzten Punkt im Reiseplan besichtigte die Besuchergruppe das Berliner Abgeordnetenhaus. Ein Vortrag über die Arbeit der Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses wurde durch einen Informationsfilm abgerundet. Im Restaurant klang der Abend dann aus.

Am letzten Tag besuchte die Gruppe das Stasigefängnis in Hohenschönhausen. Mitunter werden die Besucher der Gedenkstätte von Zeitzeugen durch die mittlerweile als Erinnerungsort für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft hergerichtete Gedenkstätte geführt. Die lippischen Besucher konnten bei der Führung die bedrückende Stimmung in den Haftzellen hautnah erleben. Im so genannten U-Boot, dem unterirdisch gelegenen ehemaligem Lager- und Kühlraum einer Großküche, mussten Gefangene im Winter 1946/47 ein Zellengefängnis errichten. Es wurden 60 fensterlose Zellen geschaffen. Das Inventar dieser feuchten und zum Teil unbeheizbaren Kammern bestand aus einer Holzpritsche und einem Kübel für Fäkalien. Weil in den Zellen Tag und Nacht Licht brannte, ständig das Geräusch der Belüftungsanlage hörbar war und die Häftlinge sich „abgetaucht“ fühlten, nannten sie das Gefängnis „U-Boot“. Nach diesen emotional aufwühlenden Eindrücken fuhr die Gruppe wieder mit dem Bus zurück nach Detmold. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Fahrt sehr informativ gewesen ist und noch lange in Erinnerung bleiben wird.                                           

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